Partnerschaften feierlich bekräftigt

Gruppenfoto vor dem Denkmal von Bruno Kleine, das vor dem Krankenhaus steht, das er so tatkräftig unterstützte.

Valmiera/Gütersloh (jf). Dass in diesem Jahr die Delegation, die mit Landrat Sven-Georg Adenauer in die lettische Region Valmiera reiste, so groß war, lag nicht nur am 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft. Stark vertreten waren die Städte Borgholzhausen und Harsewinkel, die beide in diesem Jahr offizielle Partnerschaften mit Naukseni beziehungsweise Mazsalaca eingegangen sind. Die Borgholzhausener mit Bürgermeister Dirk Speckmann an der Spitze und die Harsewinkeler und Leitung der beiden stellvertretenden Bürgermeisterinnen Pamela Westmeyer und Regina Meißner-Schlömer hatten bei mehreren offiziellen Terminen die Partnerschaft bekräftigt.

Feierlich wurde es im historischen Landgut Naukseni, dem historischen Zentrum von Borgholzhausens Partnergemeinde. Die Nationalhymnen erklangen im Rahmen einer kleinen Feierstunde, bei der die im Juli vereinbarte Partnerschaft bekräftigt wurde, inklusive erneuter Unterschrift der Bürgermeister Janis Zuments und Dirk Speckmann.

Der hatte passend zu den Bauarbeiten für den dritten Fahnenmast vor dem Rathaus von Naukseni ein Gastgeschenk mitgebracht: Die Fahne der Lebkuchenstadt weht künftig neben der Nauksenis - es reiche aber sie dann zu hissen, wenn Besuch aus dem Kreis Gütersloh anrücke, meinte Speckmann Augen zwinkernd. Bereits seit 2014 bestehen freundschaftliche Beziehungen zwischen der rund 2300 Einwohner zählenden Großgemeinde Naukseni ganz im Norden Lettlands an der Grenze zu Estland und Borgholzhausen (8833 Einwohner). Für Borgholzhausen ist es die erste Partnerschaft in Europa. Bereits im vergangenen Jahr waren die lettischen Freunde auf dem Borgholzhausener Weihnachtsmarkt vertreten. Speckmann: "Für dieses Jahr haben wir schon einen deutlich größeren Stand für euch reserviert."

Harsewinkels junge Partnerschaft mit der Großgemeinde Mazsalaca - zirka 3500 Einwohner im Vergleich zu rund 25.000 von Harsewinkel hat in der lettischen Stadt beim Besuch der Delegation aus dem Kreis Gütersloh eine symbolische Würdigung erfahren. Unterschrieben wurde die Urkunde ebenfalls im Juli dieses Jahres beim Besuch der Letten im Kreis Gütersloh. Die beiden stellvertretenden Bürgermeisterinnen Pamela Westmeyer und Regina Meißner-Schlömer pflanzten zusammen mit Bürgermeister Harjis Rokpelnis und Landrat Sven-Georg Adenauer einen Freundschaftsbaum. Die Wahl des jungen Bürgermeisters war auf eine Tanne gefallen - weil die auch im langen lettischen Winter noch grün sei. Und man könne sie schmücken zur Weihnachtszeit. Wie am Rande der Pflanzaktion erzählt wurde, hatten Unbekannte im vergangenen Winter den geschmückten Weihnachtsbaum in den Grünanalgen Mazsalacas gefällt. Hoffentlich kein schlechtes Omen für den Freundschaftsbaum.