Barrierefreie Informationstafel

Monika Finke, Behindertenbeauftragte der Stadt Büren, und Kerstin Salerno, Stadtmarke- ting Büren, geben das Muster für die neuen barrierefreien Informationstafeln im Bürgerpark zur allgemeinen Ansicht frei.

Büren (ah). „Natur und Kultur für Alle“ ist die Motivation des aktuellen Tourismus-Projekts, das Büren auch für Menschen mit Behinderung als Ausflugsziel attraktiv macht. Unter anderem wird der Bürgerpark in den Almeauen mit barrierefreien Informationstafeln ausgestattet, die die schönen und interessanten Seiten Bürens erläutern.

„Die Stadt selbst wird zum Ausstellungsraum aufgewertet“, erläutert Kerstin Salerno vom Bürener Stadtmarketing, „und wird somit für Touristen von Außerhalb attraktiver.“Die Stadt Büren verfügt mit dem einmaligen barocken Gebäude-Ensemble „Jesuitenkolleg“und „Jesuitenkirche“ über eine wertvolle Sehenswürdigkeit, die für den Bürgerpark in denAlmeauen eine wundervolle Kulisse darstellt. Ergänzend sind der Teichgarten, die Mittelmühle und der langgestreckte Park mit Wanderweg an der Alme entlang attraktive Anziehungspunkte. Aus diesen Gründen wird die Parkanlage gerne von Spaziergängern, Fam-lien mit Kindern und Wanderern genutzt.

Auch für Menschen mit Behinderung ist diese Erlebnisstation „Almeauen“ ein interessanter Anlaufpunkt. Weite Teile des Bürgerparks sind bereits auch von Rollstuhlfahrern, älteren Mitmenschen mit Rollator und Eltern mit Kinderwagen begehbar. Hier kann ein Familienausflug wirklich alle Mitglieder mitnehmen, auch wenn der oder die ein oder andere nicht mehr so gut zu Fuß ist.

Dieser Aspekt „Barrierefreiheit in den Almeauen“ ist bisher kaum bekannt und wird nun verstärkt kommuniziert werden.Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist benötigt besondere Informationen. So ist es wichtig,den Steigungsgrad und die Länge eines Weges zu kennen, um beurteilen zu können, ob dieser Weg im Einzelfall nutzbar ist oder nicht. Wichtig sind auch Angaben zur Oberflächenbeschaffenheit des Weges. Eine wassergebundene Decke oder sogar Asphalt sind mit einem Rollstuhl leichter zu befahren als Pflastersteine oder ein Trampelpfad mit Unebenheiten. Nicht zuletzt hilft ein Hinweis zur nächstgelegenen Sanitär-Anlage, die für Menschenmit Behinderung geeignet ist. Ergänzend steht nun auch hinter dem Spielplatz eine barrierefreie WC-Anlage, die für 50 cent von Menschen mit und ohne Behinderung benutzt werdenkann.

Der Termin für die Inbetriebnahme steht zum Zeitpunkt des Redaktionsschlussesnoch nicht fest Ein erstes Muster für die Informationstafeln ist bereits fertig und wurde am Schlaunpavillon aufgestellt. Das Schild selbst ist in Pultform gestaltet. Die Informationsplatte hat eine Neigung von 45° und ist bei normaler Tischhöhe bequem mit dem Rollstuhl erreichbar. Die Graphik selbst ist ebenfalls barrierefrei. Schrift und gestalterische Elemente sind klar leserlich und übersichtlich angeordnet, so dass auch sehbehinderte Mitbürger Wissenswertes erfahren können.

Inhaltlich werden interessante Angaben gemacht sowohl zur Barrierefreiheit als auch zu Sehenswürdigkeit und Örtlichkeit. Als Besonderheit hat die herstellende Agentur Museumsreif! mit Klaus Meinders und Jörg Werner einen interaktiven Dialog einge-baut. Wer wissen möchte, was sich hinter dem Fragezeichen verbirgt, darf an der Scheibe drehen.

Diese Infotafel am Schlaunpavillon leitet eine Testphase ein. Während der nächsten Wochen bis zum Jahresende können Interessierte Menschen mit und ohne Behinderung das Schild begutachten und ihre Meinung dazu abgeben. Das Projekt-Team ist an allen Hinweisen sehr interessiert - sei es zum Inhalt, zum Aufbau oder zur Barrierefreiheit. Zuschriften per Email oder per Post bitte an salerno@bueren.de , Tel.: 02951-970-204, Amt für Tourismus.